Spirit statt Sprit

30. Juli 2010 | Von vzimmermann | Kategorie: Was ist

Eine Tankstelle ohne Zapfsäule? Kein Problem, zumindest wenn man auf der Suche nach spirituellem Treibstoff ist: Im Rahmen der Kulturhauptstadt sind im Ruhrgebiet 52 so genannte spirituelle Kulturtankstellen entstanden. Dort finden Besucher Ruhe vom Alltagstrubel. Im Interview erklärt Angelika Büchse vom Bistum Essen, wie diese Tankstellen funktionieren.

Von Verena Zimmermann

Angelika Büchse vor der spirituellen Tankstelle Essener Dom

Angelika Büchse vor der spirituellen Tankstelle Essener Dom

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Eine der spirituellen Kulturtankstellen ist die Münsterkirche Hoher Dom zu Essen, die Kathedralkirche des Essener Bistums. Ein besonderer Ort der Ruhe ist die Kapelle der goldenen Madonna im linken Seitenschiff. Viele Gläubige nehmen die Gelegenheit wahr, bei der Kapelle der Schutzpatronin zu beten und eine Kerze anzuzünden. Die Madonna ist die älteste erhaltene Marien-Vollskulptur der Welt. Im rechten Seitenschiff geht es moderner zu: Dort findet man Besinnungsmöglichkeiten in der 2002 gestalteten Nikolaus-Groß-Kapelle, die an den Widerstandskämpfer im Dritten Reich erinnert. Einen Besuch lohnt auch der Essener Domschatz, der für seine mittelalterliche, sakrale Goldschmiedekunst berühmt ist.

Im Rahmen der Kulturhauptstadt werden im Dom außerdem wochentags um 12 Uhr Meditationen unter der Überschrift „Komm zur Ruhe“ angeboten. Orgelmusik, Besinnungstexte und Impulse geben den Besuchern Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und aufzutanken. Am ersten Samstag des Monats können Gäste außerdem einer Orgelmeditation am Mittag lauschen und im Anschluss daran an kostenlosen Kurzführungen im Dom teilnehmen.

Wir haben uns im Dom umgesehen und Momente der Ruhe eingefangen.

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